Die Schlüsse des zuständigen Redakteurs über die Macht der Gruppe Kritische Bürger / Die Linke im derzeitigen Rat sind abenteuerlich und keineswegs logisch. Es handelt sich um 3 (Kri Bü`s) und 1 (Die Linke).
Der Rat dieser Stadt besteht aus 31 Personen. Das bedeutet, dass diese 4 Personen einen Anteil von 12,90 % am ges Rat ausmachen.
Und damit sollen sie das schöne SPD-Projekt IEWK gestürzt haben? Nach meinem Wissen, muss dazu die Mehrheit der Räte zustimmen. Hat sie wohl auch, sonst würde sich Herr Böhl sicher nicht so ereifern. Viel schlimmer, als die Aufgabe unsinniger, weil für eine so hoch verschuldete Stadt nicht finanzierbarer Projekte, ist aber die sich in dem Artikel abzeichnende Lernresistenz.

Zugegeben, dieser aktuelle Rat entspricht in seiner Zusammensetzung nicht mehr dem bis 2011 gewohnten Einheitsbrei. Das ist aber doch nichts Schlechtes! Die hier lebenden Menschen bringen sich ein, haben so gewählt und sind auch mit Interesse bei Ratssitzungen anwesend.
Ich halte das für gut. Wenn so etwas beschimpft wird in der Presse, dann doch wohl nur, weil man auch nach 2 Jahren nicht verdaut hat, dass sich die politische Landschaft veränderte. Und auch die manchmal allzu SPD- wohlgefälligen Zeitungsartikel werden von den Menschen nicht mehr unkritisch akzeptiert.

Leider gibt es hier in der Stadt nur eine Zeitung und die hat dadurch ein gewisses Monopol. Für die Zukunft würde ich mir eine zweite, unabhängige, überparteiliche Zeitung wünschen mit einem dazu passenden Redakteur: weltoffen, unaufgeregt.
Dann würden sich die Emotionen über Kritische Bürger oder Linke oder Grüne erheblich versachlichen. Es sollte möglich werden, diese Dinge endlich als gelebte Demokratie zu akzeptieren. Denn nichts anderes ist hier geschehen und – zwar über Parteien und Gruppierungen hinweg.

Antje Bruns, 7.12.013

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