Clausthal-Zellerfeld, Altenau und Wildemann verfügen über besondere wirtschaftliche Potenziale: die TU Clausthal, technische und wissenschaftliche Kompetenz, bezahlbaren Wohnraum, verfügbare Immobilien, gute digitale Voraussetzungen, kurze Wege sowie eine außergewöhnliche Natur- und Lebensqualität.

Wir wollen diese Stärken nutzen, um neue Unternehmen, Selbstständige, Fachkräfte und Familien für den Oberharz zu gewinnen.

Dafür verbinden wir eine wirtschaftsfreundliche Steuerpolitik mit aktiver Wirtschaftsförderung, einer engeren Zusammenarbeit mit der TU Clausthal, der Nutzung von Leerständen und einer verlässlichen Begleitung von Ansiedlungen und Investitionen.

Unsere Leitidee lautet:

Universität im Ort. Natur vor der Tür. Raum zum Gründen, Arbeiten und Leben.

Unser Ziel ist eine vielfältige und widerstandsfähige Wirtschaftsstruktur. Wir wollen Unternehmen gewinnen, die vor Ort arbeiten, investieren, Arbeitsplätze schaffen und zur Entwicklung unserer Stadt beitragen.

Unser Konzept auf einen Blick

  • Gewerbesteuer-Zielwert von 350 Prozent,
  • gezielte Unternehmensansiedlung,
  • Leerstände und Immobilien nutzbar machen,
  • TU-Ausgründungen im Oberharz halten,
  • eine feste Anlaufstelle schaffen,
  • Fachkräfte und Familien gewinnen,
  • Ortsteile nach ihren Stärken entwickeln,
  • gemeinsame Standortwerbung organisieren,
  • Ergebnisse transparent messen.

1. Gewerbesteuer verantwortungsvoll senken

Wir wollen den Gewerbesteuerhebesatz auf einen Zielwert von 350 Prozent senken und damit ein klares Signal für einen wirtschaftsfreundlichen Standort setzen. Die Gewerbesteuer allein entscheidet jedoch nicht über Investitionen oder Ansiedlungen, deshalb verbinden wir die Senkung mit einer aktiven Standortentwicklung.

mehr anzeigen: Gewerbesteuersenkung und Umsetzung

Mit der Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes setzen wir ein klares Zeichen für einen wirtschaftsfreundlichen Standort. Besonders profitable junge Unternehmen, kleine und mittlere Betriebe sowie technologieorientierte Gründungen können dadurch einen spürbaren Standortvorteil erhalten.

Die Gewerbesteuer allein entscheidet jedoch nicht über Investitionen oder Ansiedlungen. Deshalb verbinden wir die Senkung mit persönlicher Betreuung, verfügbaren Immobilien, verlässlich koordinierten Verwaltungswegen, einer engen Zusammenarbeit mit der TU Clausthal und einer aktiven Standortwerbung.

Kurzfristig kann die Senkung zu Mindereinnahmen führen. Wir versprechen daher nicht, dass sie sich automatisch selbst finanziert.

Vor der Umsetzung soll die Verwaltung eine belastbare Modellrechnung vorlegen. Diese soll insbesondere berücksichtigen:

  • die kurzfristigen Auswirkungen auf den städtischen Haushalt,
  • unterschiedliche Ansiedlungs- und Wachstumsszenarien,
  • die Entwicklung der kommunalen Steuerkraft,
  • den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer,
  • mögliche Veränderungen bei Schlüsselzuweisungen,
  • Kreis- und Gewerbesteuerumlagen.

Unser politischer Zielwert bleibt ein Gewerbesteuerhebesatz von 350 Prozent. Die Umsetzung muss jedoch so erfolgen, dass wichtige kommunale Aufgaben dauerhaft finanziert werden können. Falls erforderlich, kann die Senkung schrittweise erfolgen.

Unser Ziel ist, die Einnahmebasis der Stadt langfristig zu verbreitern: durch mehr erfolgreiche Unternehmen, zusätzliche Arbeitsplätze, neue Einwohner, höhere Einkommensteueranteile und zusätzliche Kaufkraft.

2. Neue Unternehmen gezielt gewinnen

Wir wollen gezielt Unternehmen gewinnen, die zum Oberharz passen, hier tatsächlich arbeiten und neue Arbeitsplätze schaffen. Im Mittelpunkt stehen Technologie und Forschung, Ingenieurwesen, Software und wissensbasierte Dienstleistungen, ortsunabhängig arbeitende Unternehmen sowie Tourismus, Gesundheit, Gastronomie und Freizeit.

mehr anzeigen: Zielgruppen und Branchen

Wir wollen eine breite Wirtschaftsstruktur aus kleinen und mittleren Unternehmen, Selbstständigen, Gründungen und innovativen Betrieben entwickeln.

Besondere Chancen sehen wir in folgenden Bereichen:

Technologie und Forschung

Dazu gehören:

  • Ausgründungen der TU Clausthal,
  • Forschungs- und Entwicklungsunternehmen,
  • Unternehmen aus Energie-, Umwelt-, Rohstoff- und Kreislaufwirtschaft,
  • Unternehmen aus den Bereichen Materialwissenschaften und nachhaltige Technologien,
  • technische Dienstleister.

Diese Unternehmen passen besonders gut zum wissenschaftlichen und technischen Profil der TU Clausthal.

Ingenieurwesen, Software und wissensbasierte Dienstleistungen

Dazu gehören:

  • Ingenieur- und Planungsbüros,
  • Software- und Digitalunternehmen,
  • Beratungsunternehmen,
  • Weiterbildungsanbieter,
  • kreative und wissensbasierte Dienstleistungen.

Viele dieser Unternehmen benötigen keine großen Gewerbeflächen. Sie können vorhandene Büros, Ladenlokale und kleinere Immobilien nutzen.

Ortsunabhängig arbeitende Unternehmen

Dazu gehören:

  • Selbständige und Freiberufler,
  • kleine Agenturen,
  • Unternehmen mit mobilen oder hybriden Arbeitsmodellen,
  • Menschen, die Wohnen und Arbeiten miteinander verbinden möchten.

Für diese Gruppe sind bezahlbarer Wohnraum, schnelles Internet, Natur, Lebensqualität und vergleichsweise geringe Standortkosten besonders wichtig.

Tourismus, Gesundheit, Gastronomie und Freizeit

Dazu gehören:

  • Tourismus- und Outdoorunternehmen,
  • Gesundheits-, Pflege- und Präventionsangebote,
  • Gastronomie- und Beherbergungskonzepte,
  • Manufakturen und Hersteller regionaler Produkte,
  • Kreative, kulturelle und künstlerische Angebote,
  • naturnahe Bildungs- und Freizeitangebote.

Diese Unternehmen können insbesondere Altenau und Wildemann stärken, schaffen aber auch in Clausthal-Zellerfeld zusätzliche Angebote und wirtschaftliche Perspektiven.

Bei der Ansiedlung wollen wir nicht allein auf die Zahl neuer Firmensitze achten. Entscheidend ist, ob Unternehmen tatsächlich im Oberharz tätig werden, investieren und Beschäftigung schaffen.

3. Leerstände und Immobilien aktivieren

Leerstehende Wohnungen, Büros, Ladenlokale und Gewerberäume sollen zu einem Standortvorteil werden. Ein freiwilliges digitales Kataster soll Eigentümer und Interessenten zusammenbringen und neue Nutzungen erleichtern.

mehr anzeigen: Kataster und Nutzungsmöglichkeiten

Im Oberharz stehen Wohnungen, Häuser, Ladenlokale, Büros und andere Gebäude teilweise leer oder werden nicht mehr zeitgemäß genutzt. Diese Räume können zu einem wichtigen Standortvorteil werden.

Wir wollen ein digitales Wohn-, Leerstands- und Gewerberaumkataster aufbauen. Private Eigentümer sollen ihre Objekte freiwillig aufnehmen lassen können.

Erfasst werden sollen unter anderem:

  • Größe und Nutzungsmöglichkeiten,
  • Miet- oder Kaufpreis,
  • Zustand und Sanierungsbedarf,
  • tatsächliche Internetverfügbarkeit,
  • Park- und Anlieferungsmöglichkeiten,
  • baurechtliche Voraussetzungen,
  • Ansprechpartner der Eigentümer.

Die Stadt soll Eigentümer und Interessenten zusammenbringen und bei Vermietung, Verkauf, Sanierung und Umnutzung unterstützen.

Leerstände sollen gezielt genutzt werden für:

  • Unternehmensansiedlungen und Unternehmensgründungen,
  • Büros mit gemeinschaftlich genutzter Arbeitsräume,
  • Ateliers und Kreativangebote,
  • Kultur- und Veranstaltungsangebote.

Wo eine dauerhafte Nutzung noch nicht möglich ist, wollen wir zeitlich begrenzte Zwischennutzungen erleichtern. Dazu können gehören:

  • Pop-up-Geschäfte,
  • Ausstellungen und Kulturprojekte,
  • Werkstätten und Ateliers,
  • kurzfristige genutzte Arbeitsräume für Projekte.

So können neue Konzepte zunächst erprobt und die Ortskerne schrittweise belebt werden.

4. TU Clausthal, Stadt und Wirtschaft enger verbinden

Mehr Ideen und Ausgründungen aus der TU Clausthal sollen dauerhaft im Oberharz bleiben. Dafür wollen wir Gründern konkrete Räume, Kontakte, Wohnmöglichkeiten und Unterstützung bei Verwaltungsfragen vermitteln.

mehr anzeigen: konkrete Zusammenarbeit

Die TU Clausthal ist einer der wichtigsten Standortvorteile unserer Stadt. Sie steht für Forschung, internationale Studierende, technische Kompetenz und neue Ideen.

Wir wollen erreichen, dass mehr Studierende, Absolventen, Wissenschaftler und Ausgründungen dauerhaft im Oberharz bleiben.

Dazu soll die Stadt gemeinsam mit der Universität, der WiReGo und regionalen Partnern konkrete Angebote vermitteln:

  • Büro-, Labor-, Werkstatt- und Gewerberäume,
  • Wohnmöglichkeiten für Gründer und Beschäftigte,
  • Unterstützung bei Verwaltungs- und Genehmigungsfragen,
  • Kontakte zu Unternehmen und möglichen Kooperationspartnern,
  • Informationen über Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten,
  • Unterstützung bei der Suche nach Fachkräften.

Potenzielle Gründer sollen frühzeitig angesprochen und von der ersten Idee bis zur tatsächlichen Ansiedlung begleitet werden.

Die Zusammenarbeit soll in beide Richtungen funktionieren. Auch Unternehmen im Oberharz sollen leichter Zugang zu Forschung, Studierenden, Abschlussarbeiten und wissenschaftlicher Beratung erhalten.

So soll aus Forschung häufiger ein dauerhaftes Unternehmen im Oberharz entstehen.

5. Eine verlässliche Anlaufstelle für Unternehmen schaffen

Unternehmen und Gründer sollen nicht selbst herausfinden müssen, welche Stelle für ihr Anliegen zuständig ist. Eine städtische Anlaufstelle soll Immobilien vermitteln, Verwaltungswege koordinieren und Ansiedlungen bis zur Umsetzung begleiten.

mehr anzeigen: Aufgaben und Zuständigkeiten

Mit der WiReGo verfügt der Landkreis Goslar bereits über eine erfahrene regionale Wirtschaftsförderung. Die TU Clausthal bietet Kompetenzen bei Gründung, Forschung und Technologietransfer.

Diese Angebote wollen wir nicht doppeln, sondern durch eine verlässliche städtische Anlaufstelle ergänzen.

Die WiReGo und die TU Clausthal bleiben wichtige Partner für:

  • Gründungsberatung,
  • Fördermittel,
  • Technologietransfer,
  • wissenschaftliche Kooperationen,
  • Netzwerke,
  • regionale Wirtschaftsförderung.

Die Stadt soll ergänzend die konkrete Betreuung am Standort übernehmen.

Die Aufgaben der städtischen Anlaufstelle sollen insbesondere sein:

  • konkrete Wohn-, Geschäfts- und Gewerbeimmobilien vermitteln,
  • Leerstände erfassen und Eigentümer ansprechen,
  • Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Flächen unterstützen,
  • als Lotse durch die Stadtverwaltung dienen,
  • Bau-, Nutzungs- und Genehmigungsfragen frühzeitig koordinieren,
  • Kontakte zu den zuständigen Stellen herstellen,
  • interessierte Unternehmen aktiv ansprechen und begleiten,
  • Wohnraum für Unternehmer, Fachkräfte und Beschäftigte mitvermitteln,
  • Ansiedlungen mit Innenstadtentwicklung und Leerstandsaktivierung verbinden.

Interessenten sollen innerhalb weniger Werktage eine feste Ansprechperson, eine erste belastbare Einschätzung und einen klaren Fahrplan für die nächsten Schritte erhalten.

Die Stadt kann Entscheidungen anderer Behörden nicht ersetzen oder bestimmte Genehmigungszeiten garantieren. Sie kann aber dafür sorgen, dass Anliegen nicht zwischen Zuständigkeiten verloren gehen und die notwendigen Stellen frühzeitig zusammenarbeiten.

Bevor neue Stellen geschaffen werden, soll geprüft werden, welche Aufgaben durch eine bessere Bündelung vorhandener Zuständigkeiten, Kooperationen und personeller Ressourcen übernommen werden können.

Zusätzliche Stellen sollen nur auf Grundlage eines nachvollziehbaren Aufgaben-, Organisations- und Finanzierungskonzepts entstehen.

Entscheidend ist nicht die Bezeichnung einer neuen Organisationseinheit. Entscheidend ist, dass Unternehmen und Gründer einen verlässlichen Ansprechpartner erhalten, der ihr Vorhaben von der ersten Anfrage bis zur tatsächlichen Ansiedlung begleitet.

6. Fachkräfte und Familien für den Oberharz gewinnen

Wirtschaftliche Entwicklung gelingt dauerhaft nur, wenn Menschen nicht nur im Oberharz arbeiten, sondern hier auch leben. Deshalb wollen wir Fachkräfte, Selbständige, Studierende und Familien gezielt beim Zuzug unterstützen.

mehr anzeigen: Zuzugsstrategie

Wirtschaftliche Entwicklung und Einwohnerentwicklung gehören zusammen.

Besonders wertvoll sind Unternehmen, Beschäftigte und Selbständige, die nicht nur im Oberharz arbeiten, sondern hier auch ihren Hauptwohnsitz nehmen.

Neue Einwohner können die Stadt auf mehreren Wegen stärken:

  • durch höhere Gemeindeanteile an der Einkommensteuer,
  • durch eine stärkere Einwohnerbasis im kommunalen Finanzausgleich,
  • durch zusätzliche Kaufkraft,
  • durch die Nutzung leerstehender Wohnungen und Häuser,
  • durch mehr Nachfrage nach Handel, Gastronomie und Dienstleistungen,
  • durch eine bessere Auslastung vorhandener Infrastruktur,
  • durch gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement.

Dabei gilt: Nicht jeder zusätzliche Einwohner führt automatisch zu gleich hohen Mehreinnahmen. Besonders wichtig sind Menschen und Familien, die ihren Hauptwohnsitz im Stadtgebiet nehmen, vor Ort arbeiten und dauerhaft bleiben.

Unser Ziel ist deshalb nicht nur eine höhere Einwohnerzahl. Wir wollen Menschen gewinnen, die im Oberharz leben, arbeiten und sich in die Stadtgesellschaft einbringen.

Wer über einen Umzug in den Oberharz nachdenkt, soll schnell verlässliche Informationen erhalten über:

  • Wohnungen und Immobilien,
  • Kinderbetreuung und Schulen,
  • Arbeits- und Gründungsmöglichkeiten,
  • medizinische Versorgung,
  • Mobilität,
  • Kultur, Sport und Freizeit,
  • Vereine und ehrenamtliche Angebote.

Auch internationale Studierende, Wissenschaftler und Fachkräfte sollen besser dabei unterstützt werden, dauerhaft im Oberharz Fuß zu fassen. Wichtige Informationen sollen deshalb schrittweise auch mehrsprachig angeboten werden.

7. Die Stärken der Ortsteile nutzen

Clausthal-Zellerfeld soll seine Stärken in Universität, Technologie und digitaler Arbeit ausbauen. Altenau und Wildemann sollen sich als eigenständige Standorte für Tourismus, Gesundheit, Kreativität und naturnahes Unternehmertum entwickeln.

mehr anzeigen: Chancen der Ortsteile

Clausthal-Zellerfeld

Clausthal-Zellerfeld soll als Standort für Universität, Forschung, Technologie, Gründung und digitale Arbeit weiterentwickelt werden.

Besondere Chancen bestehen für:

  • TU-Ausgründungen,
  • Technologie- und Forschungsunternehmen,
  • Ingenieur-, Software- und Digitalunternehmen,
  • technische und wissensbasierte Dienstleistungen,
  • Selbständige und ortsunabhängig arbeitende Unternehmen,
  • Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.

Vorhandene Ladenlokale, Büros und Gewerberäume sollen für diese Nutzungen gezielt aktiviert werden.

Altenau und Wildemann

Altenau und Wildemann verfügen über besondere Stärken in den Bereichen Natur, Tourismus, Gesundheit und Lebensqualität.

Alle Orte bieten gute Voraussetzungen für:

  • nachhaltigen Tourismus,
  • Outdoor- und Sportangebote,
  • Gesundheits- und Präventionsangebote,
  • Gastronomie und Beherbergung,
  • Manufakturen und Kunsthandwerk,
  • Kreativwirtschaft und Ateliers,
  • ortsunabhängiges Arbeiten,
  • naturnahe Bildungs-, Kultur- und Veranstaltungsangebote.

Leerstehende Gebäude und Ladenlokale können zu Büros, Werkstätten, Ateliers, kleinen Betrieben oder gemeinschaftlich genutzten Arbeitsräumen entwickelt werden.

Altenau und Wildemann sollen nicht als Randlagen betrachtet werden, sondern als eigenständige Lebens- und Arbeitsorte mit besonderen wirtschaftlichen Chancen.

8. Den Standort gemeinsam vermarkten

Stadt, Kurbetriebsgesellschaft, TU Clausthal, WiReGo und örtliche Unternehmen sollen ihre Kräfte in einer Arbeitsgemeinschaft oder einem Konsortium bündeln. Gemeinsame Werbung erreicht mehr, nutzt vorhandene Netzwerke besser und bringt allen Beteiligten konkrete Vorteile.

mehr anzeigen: Konsortium und gemeinsame Werbung

Die Standortwerbung soll nicht durch einzelne Akteure unabhängig voneinander erfolgen. Stadt, Kurbetriebsgesellschaft, TU Clausthal, WiReGo und interessierte Unternehmen sollen ihre Kompetenzen, Kontakte und Kommunikationsmöglichkeiten in einer gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft oder einem Standortkonsortium bündeln.

Die zentrale Botschaft lautet:

Universität im Ort. Natur vor der Tür. Raum zum Gründen, Arbeiten und Leben.

Alle beteiligten Akteure profitieren von einer erfolgreichen gemeinsamen Standortwerbung:

  • Die Stadt gewinnt Unternehmen, Arbeitsplätze und Einwohner.
  • Die TU Clausthal erhält bessere Möglichkeiten, Ausgründungen, Absolventen und Fachkräfte am Standort zu halten.
  • Die WiReGo kann ihre regionalen Beratungs- und Ansiedlungsangebote mit konkreten Standortmöglichkeiten verbinden.
  • Die Kurbetriebsgesellschaft profitiert von einer höheren Bekanntheit des Oberharzes und zusätzlichen Gästen, Beschäftigten und Einwohnern.
  • Örtliche Unternehmen profitieren von zusätzlichen Fachkräften, Kunden, Kooperationspartnern und einer stärkeren regionalen Wirtschaft.
  • Eigentümer profitieren von einer besseren Vermittlung und Nutzung leerstehender Immobilien.

Weil alle Beteiligten von einer erfolgreichen Vermarktung profitieren, sollen sie auch gemeinsam Verantwortung für die Entwicklung, Finanzierung und Umsetzung der Standortwerbung übernehmen.

Die Arbeitsgemeinschaft beziehungsweise das Konsortium soll:

  • eine gemeinsame Standortstrategie entwickeln,
  • Zielgruppen und Kernbotschaften festlegen,
  • Aufgaben und Zuständigkeiten verbindlich verteilen,
  • vorhandene Kontakte, Netzwerke und Kommunikationskanäle gemeinsam nutzen,
  • Werbemaßnahmen und Veranstaltungen abstimmen,
  • Unternehmen und Gründer gezielt ansprechen,
  • geeignete Immobilien und konkrete Ansiedlungsangebote in die Werbung einbeziehen,
  • die Ergebnisse der Standortwerbung regelmäßig bewerten.

Dabei sollen bestehende Strukturen und Kompetenzen genutzt werden. Es geht nicht darum, eine weitere eigenständige Organisation aufzubauen, sondern die beteiligten Akteure dauerhaft und verbindlich zusammenzubringen.

Die gemeinsame Standortwerbung soll mit einem glaubwürdigen Gesamtangebot überzeugen:

  • persönliche und verlässliche Betreuung,
  • gut koordinierte Verwaltungswege,
  • regionale Beratung und Netzwerke,
  • Universität, Forschung und Technologietransfer,
  • bezahlbaren Wohnraum,
  • verfügbare Immobilien und Gewerberäume,
  • moderne digitale Infrastruktur,
  • Natur und hohe Lebensqualität,
  • innovative Unternehmen vor Ort,
  • einen wettbewerbsfähigen Gewerbesteuerhebesatz.

Allgemeine Imagewerbung allein reicht nicht aus. Die Arbeitsgemeinschaft soll gezielt diejenigen Unternehmen, Gründer, Selbständigen und Fachkräfte ansprechen, für die das Standortprofil des Oberharzes tatsächlich geeignet ist.

Standortwerbung und konkrete Ansiedlungsarbeit müssen dabei eng miteinander verbunden sein. Wer durch eine Kampagne auf den Oberharz aufmerksam wird, soll unmittelbar passende Informationen, Immobilienangebote und einen persönlichen Ansprechpartner erhalten.

9. Erfolge messen und offen berichten

Wir wollen öffentlich nachvollziehbar machen, ob neue Unternehmen, Arbeitsplätze, Einwohner und genutzte Leerstände hinzukommen. Dazu sollen klare Kennzahlen festgelegt und Ergebnisse, Kosten sowie notwendige Korrekturen regelmäßig veröffentlicht werden.

mehr anzeigen: Kennzahlen und Berichte

Wir wollen die wirtschaftliche Entwicklung anhand klarer Kennzahlen bewerten.

Dazu gehören:

  • die Zahl der neu angesiedelten Unternehmen,
  • die Zahl der Gründungen,
  • die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze,
  • die Zahl der TU-Ausgründungen, die im Oberharz bleiben,
  • die Entwicklung der kommunalen Steuerkraft,
  • die Entwicklung des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer,
  • die Entwicklung der Einwohnerzahl und der Hauptwohnsitze,
  • die Zahl aktivierter Wohnungen und Geschäftsgebäude,
  • die Entwicklung der Schlüsselzuweisungen,
  • die Rückmeldezeiten bei Unternehmensanfragen,
  • die Zahl der durch die gemeinsame Standortwerbung gewonnenen Kontakte und konkreten Ansiedlungsanfragen.

Wir wollen regelmäßig öffentlich darstellen:

  • welche Maßnahmen umgesetzt wurden,
  • welche Ergebnisse erreicht wurden,
  • welche Kosten entstanden sind,
  • welche Ziele nicht erreicht wurden,
  • an welchen Stellen nachgesteuert werden muss.

Dabei werden wir nicht behaupten, jede wirtschaftliche Entwicklung sei allein auf eine kommunale Maßnahme zurückzuführen. Entscheidend ist eine nachvollziehbare und ehrliche Bewertung der gesamten Strategie.