In diesen Tagen fiel ein nicht sehr attraktiver (weil bereits kahler) Baum der Motorsäge an der Spiegelthaler Strasse zum Opfer. Es sei dahin gestellt, ob zu Recht oder zu Unrecht. Wer vor ca. 1 Jahr den Aufwand des Pflanzens beobachtet hatte, kann sich nur wundern, wie lieblos man mit ihm umging:
Kein Dünger, kein Wasser und niemand von der Stadt kam je auf die Idee das Wildkraut zu seinen Füssen, welches beachtliche Höhen erzielte mal zu entfernen. Warum auch, der Pseudoverpflichtung war Genüge getan durch die Anpflanzung. Überhaupt sieht es im Bereich der Spiegelthaler Str. ab Schützenstrasse erstaunlich ungepflegt aus – für einen Ort, dem man den Status Luftkurort verliehen hat.
Aber, wir haben ja einen neuen Marktkirchenplatz und, so berichtete ein Zellerfelder Anwohner, mit der Möglichkeit, den SG Bürgermeister vor des Volkes Zorn notfalls durch die Abholung mit dem dort landenden Hubschrauber zu bewahren. Oder hat unsere Universität nun auch Studierende im Fach Aerodynamik für Hubschrauber? Ich sag es immer wieder mit einem alten hanseatischen Liedertext in dem es heißt:
„Wir sind so vornehm und modern in manchen Stücken…“
Nur dass man dazu 2,6 Mio. Euro ausgibt und u.a.Verschiebebäume anschafft und dort, wo denn welche gepflanzt wurden, solche kaufte, die zum Schnäppchenpreis von 5.000, Euro je Stück erworben wurden, ist den Zellerfeldern an der Spiegelthaler Straße, die um einen abgesägten Baum trauern, nur schwer begreiflich zu machen. Und nicht einmal der Stolz auf den Hubschrauber-Landeplatz neben der Marktkirche tröstet sie.