Es geht um die Art und Weise wie sich einige Mitglieder des Rates der Stadt Clausthal-Zellerfeld benehmen. Ich frage mich, warum man sich sich in aller Öffentlichkeit immer wieder mit Worten und Taten daneben benimmt? Geltungsbedürfnis sicherlich. Aber auch Erziehungsdefizite, die da immer wieder an die Oberfläche gelangen.

Da wird in einer öffentlichen Ratssitzung mit einer Paperback – Ausgabe des Niedersächsischen-Kommunalverfassungsgesetzes des öfteren melodramatisch auf den Tisch geschlagen (warum erinnert mich das bloß immer an die Schuh-Attacke von Chruschtschow?) oder der Unterlegene der letzten Bürgermeisterwahl versteht seinen geleisteten Eid offensichtlich falsch und opponiert – teils in ziemlich rüder Weise – gegen die Bürgermeisterin. Da gibt es Ratsmitglieder, denen ab der Tür zum Sitzungssaal regelmäßig für die Dauer der Sitzung die Stimme versagt. Sie bleiben notfalls stundenlang stumm, haben offensichtlich keine eigene Meinung und geben ihr bestes im Schweigen. Lediglich bei Abstimmungen heben sie nach dem Blick auf den Fraktionsvorsitzenden ihre Hand – oder nicht. Andere versuchen parteiübergreifend eine Altenaer Verkumpelung in aller gebotenen Harmlosigkeit mitzugestalten und sind sich dabei nicht zu schade, Strukturen zu knüpfen, die die von den Bürgern der Stadt gewählte und gewollte Bürgermeisterin hoffentlich aus dem Amt treiben. Alles natürlich unter dem Deckmantel eines ehrenwerten Zieles. Mich erinnert das irgendwie an die Mafia.

Und sicher denkt überhaupt keiner der Beteiligten darüber nach, ob und wie er von einem möglichen Sturz der Bürgermeisterin selbst profitieren könnte. Unlautere Absichten kann man da auch gar nicht vermuten. Es gilt das Motto des Hosenband-Ordens: Schlechtes dem, der Böses denkt.

Aber, vielleicht ist die Bevölkerung dieser Stadt doch noch ein wenig aus der Zeit, aus der ich stamme und findet das alles gar nicht so lustig und ehrenwert, wie man es mit aller gebotenen Scheinheiligkeit darzustellen versucht. Und, unter Umständen hat ja der eine oder andere im Stadtrat doch noch einmal den Mut, er selbst zu sein, mit einer eigener Meinung, die er auch noch äußert und die nicht mit der Meinung der beiden Altenauer Fraktionsvorsitzenden übereinstimmt.( So etwas kommt ab und an in Ausschuss-Sitzungen vor) Ja, das wäre dann mal etwas Neues und Spannendes. Ich glaube auch, dass jemand, der das tut, nicht von seinen Wählern dafür geprügelt wird, im Gegenteil! Gleichwohl muss man nicht immer einer Meinung sein, aber für mich hat das Benehmen einiger Ratsmitglieder etwas Abstoßendes, Unehrliches und keinesfalls auf einen Konsens ausgerichtetes an sich. Und man sollte nicht die Bürgermeisterin fragen: „Was hast Du in 2 Amtsjahren geleistet“ sondern die beiden Mehrheitsfraktionen und ihre Anführer „Warum verhindert Ihr das Gedeihen und die positive Entwicklung unserer Stadt ? Wer oder was berechtigt Euch politisch so zu randalieren? Nach meinem Kenntnisstand, liebe Ratsmitglieder, will sich die Mehrheit der Bevölkerung endlich in Frieden positiv entwickeln.
Und bitte, beherzigen Sie dies umgehend.

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