An Herrn Riesen.
Betreff: Der Leserbrief in der GZ vom 16.03. zum Artikel vom 14.03.
„Das Stadtbild muss sich verbessern“
Sehr geehrter Herr Riesen,
die Veröffentlichung Ihrer Leserzuschrift nehme ich gern zum Anlass, Ihnen zu danken. Schließlich ist es eines unserer Hauptanliegen, die Einwohner dieser Stadt aus ihrer Lethargie zu wecken, damit sie sich in die Geschehnisse, die sie hautnah berühren, mehr als in der Vergangenheit einbringen. Nur inhaltlich kann ich Ihnen nicht zustimmen.
Wie sich bei genauerem Hinsehen sofort erkennen lässt, sind Sie bar jeder Ahnung warum, wann, wie und was in den letzten 3,5 Monaten zu entscheiden war. Schade, Sie haben sich offensichtlich auch nicht der Mühe unterzogen, einmal an einer unserer Zusammenkünfte teilzunehmen oder gar unsere Internetseite aufmerksam zu studieren. Stattdessen erwarten Sie das Wunder, dass wir in dieser kurzen Zeitspanne Alles das ins Positive verändern, was uns die 10 jährige SPD Majorität im Rat an Ungemach hinterlassen hat. Leider können wir nicht zaubern. Und fällt Ihnen in dieser ach so finanzschwachen Zeit nicht auf, wie sich die SPD in Schweigen hüllt? Wir haben eine Chronologie der Verschwendung und des kommunalen Wahnsinns erarbeiten können.
Uns selbst wird beim Lesen der haarsträubenden Entscheidung übel. Und selbst die Kommunal-Aufsicht hat sich inzwischen sehr, sehr negativ zu den Projekten geäußert. Letztlich fangen Sie persönlich doch sicher auch nicht an, ein Haus zu bauen, wenn Sie die notwendigen Mittel nur durch das Aufnehmen von Krediten finanzieren können, die Sie durch die Aufnahme weiterer Kredite bedienen, oder?
Unsere ehrlichen Bemühungen zum Wohle dieser Stadt sind inzwischen schon ganz schön vorangekommen, dies wird sich in der nahe Zukunft auch Ihnen sicherlich erschließen. Und dabei werden wir nicht einmal auf die etwas schrägen und teilweise unkorrekten Abhandlungen in der Goslarschen Zeitung (Red. Cl-Z) angewiesen sein. Wir sind nämlich keine Giftmischer und wir spalten auch diese Stadt nicht.
Im Gegenteil: Wir sind mit Herz und Seele und ohne Rücksicht auf Gesundheit und persönliches Befinden dabei, aus Nichts etwas zu schaffen und zwar ohne Parteiengezänk. (Woher haben Sie eigentlich solche Weisheiten???)
Nach unserem Verständnis lebt die Demokratie von Rede und Gegenrede und einem im Schluss zu finden Konsens, dass sollte Ihnen als ehemaliger Ratsherr doch geläufig sein. Oder war das zu Ihrer Zeit anders?
Und nun zum Schluss noch ein Letztes: Motivieren Sie die Bürger dieser Stadt sich zu bewegen, aber hören Sie selbst auf zu polemisieren und bringen Sie sich ein. Diese Stadt braucht jede Hand, die zupacken kann und noch vielmehr Gönner, die sich auch finanziell für dieses Gemeinwesen einsetzen. Dann, Herr Riesen, haben auch Sie etwas für uns alle getan, was Wirkung zeigen kann.
Mit Oberharzer Glückau
Eckhard Bruns
Fraktionsvorsitzender der Kritischen Bürger im Rat der Bergstadt Clausthal-Zellerfeld