Die Verwaltung der Berg- und Universitätsstadt zwischen harter Realität und Wunschvorstellungen.

Nun haben wir seit ca. 1 Jahr eine neue Verwaltungsspitze und die darf getrost einmal kurz und knapp beleuchtet werden.

Mit der Gründung der Einheitsgemeinde wurde nicht nur die Wahl der Ratsmitglieder sondern auch die Wahl des Stadtoberhauptes notwendig. Dass diese Wahl nicht so ausging, wie Alexander Ehrenberg sich dies wünschte, war für ihn ein gehöriger Dämpfer. Menschen, die seitdem die politische Szene beobachten, können sich des Eindruckes nicht erwehren, dass er dies noch immer nicht verdaut hat. Ehrensache, er müht sich redlich, reichlich Anträge und Anfragen an die Verwaltung zu formulieren – mit oder oder ohne Sinn und manchmal kommt einem die Idee, ob er sich wohl als Beschäftigungstherapeut versucht und warum er die normale Arbeit der Stadtverwaltung behindert.
Auch die CDU hängt sich gern an, wenn man so die Harmonie zwischen zwei Altenauern aus verschiedenen Lagern deuten soll. Gewiss, ein starkes Miteinander im Rat und eine Kooperative mit der Verwaltung wären nützlich. Aber, genau das Letztere kommt nicht zustande, weil man von der neuen Bürgermeisterin erwartet, dass sie die unheilvolle Hinterlassenschaft ihres Vorgängers eigentlich hätte über Nacht bewältigen müssen, ohne finanzielle Möglichkeiten dazu zu haben und permanent zaubern können müsste, um zumindest für CDU und SPD alle Wünsche zwischen gestern Abend und heute morgen in die Tat umzusetzen.
Dass dies nicht machbar ist, lernt man eigentlich schon als Kind, eigentlich!

Nun kann man ja auch sagen, die frustrierten Leistungsträger bzw. die von Walter Lampe engagierten und zum Teil wenig leistenden oder schlecht funktionierenden Mitarbeitern in der Verwaltung hätte die Bürgermeisterin sich nicht antun müssen.
Manchmal frage ich mich, ob sie es getan hätte, wenn sie nicht so positiv wäre, wie sie es ist. Eine Anzahl von Ratsherren ist aber zur gedeihlichen Zusammenarbeit bereit und man versucht, gemeinsam diese schwierigen Zeit zu durchstehen.
Denn eines steht doch fest, alles Blockieren, alle Schlaumeierei, alle Fallen, die seitens einiger Ratsmitglieder ausgelegt werden, schaden letztendlich doch nur uns, die wir in dieser Stadt leben möchten. Wer also will, dass es vorwärts geht, klagt nicht über das, was in 12 Monaten noch nicht erledigt wurde, sondern packt mit an, sieht was bereits in Gang gebracht wurde und übt Schulterschluss. Bitter bleibt auch, dass es auch Menschen gibt, die an den Zeiten eines SGBürgermeisters Lampe und aktuell durch das Benehmen von A. Ehrenberg körperlich und seelisch so zu Schaden gekommen sind, dass sie aus diesem Rathaus die Flucht ergreifen, weil sie einfach nicht mehr können bzw. krank geworden sind.

Für mich ist klar, dass 120 Monate Taten von Walter Lampe nicht in 12 Monaten psychisch, physisch und finanziell bewältigt sein können. Schlussendlich sollten das auch SPD und CDU irgendwann begreifen. Und noch eines wäre diesen Herrschaften zu wünschen: Sie sollten aufhören hinter jeder Ecke einen Teufel stehen zu sehen. Das verstellt den Blick für das Wesentliche: das wünschenswerte Wachsen und Gedeihen dieser kleinen tapferen Stadt – an Stelle der bisher ständigen Rolle rückwärts.

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