Es begann 2011. Knapp 2000 gesammelte Unterschriften für den Erhalt eines grünen Marktkirchenplatzes wurden gesammelt und im Rathaus übergeben. Die Bürger Klaus Elsner und Peter Marleaux forderten über einen Anwalt eine schriftliche Erklärung vom Samtgemeindebürgermeister. „Das Vorhaben sollte nicht weiter verfolgt werden. „Von Baumfällarbeiten möge man Abstand nehmen.“, waren unter anderem die Forderungen.
Kurze Zeit später wurde die Lindenallee am Hauptgebäude der Uni im Morgengrauen abgeholzt.

Das war für mich der Zeitpunkt, politisch in der Kommunalpolitik aktiv zu werden. Aus der damaligen Protestbewegung formierte sich die Gruppierung „Kritische Bürger“, welche dann im September 2011 mit 3 Mandaten ins Rathaus kam. Mit Dialog und Überzeugung bei Ratsmitgliedern, Verwaltung und Bevölkerung, (öffentliche Zusammenkünfte) konnte unsere Bewegung einige Bauvorhaben verändern. Man denke nur an die Mittelmauervariante auf dem Zellbach. Je eine Fahrspur für Aufwärts und Abwärts in einer unterschiedlichen Höhe von 2,5 m.
Deshalb kandidiere ich. Ich weiß, dass man als Ratsmitglied etwas verändern kann.
Nachdem ich vor vielen Jahren gemerkt habe, wie man mit 2000 Unterschriften und einem Protestmarsch von knapp 300 Menschen über die ARÖ Seitens des Rates umgegangen ist, möchte ich mich besonders einsetzen für Protestgruppen aller Art. Gruppierungen, Dafür oder Dagegen oder Gruppierungen, die etwas Neues für die Gemeinde einführen wollen, nehme ich ernst. Ganz konkret möchte ich ihnen zuhören und diesen Gruppen einen Zugang bieten, ihre Belange im Rat der Bergstadt vorzutragen.
Gute Kommunalpolitik heißt für mich eine gute Verzahnung von Verwaltung, Vereinen und Ehrenamt und anderen Beteiligten auf Augenhöhe. Ein gemeinsames Mitarbeiten, ein Zuarbeiten, Entscheidungen treffen, auch mit Kompromissen, ist für mich der richtige Weg.
Wenn sich die Bürgerinnen und Bürger bei dieser Art von Zusammenarbeit wiederfinden, hat unsere Gemeinde eine gute Zukunft.
In eigener Sache: Geboren und aufgewachsen in Clausthal-Zellerfeld, viele Jahre an der Hochschule tätig, Forschung und Entwicklung war meine Hauptaufgabe. In verschiedenen Gremien an der Hochschule habe ich mitgewirkt. Ich kann sagen, man kann immer etwas bewirken.
Und auch Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Gemeinde können etwas tun. 2021 gab es eine Wahlbeteiligung von 56 % in unserer Gemeinde. Das ist für eine Demokratie viel zu wenig. Sie alle haben Wünsche, Ideen und Bedürfnisse.
Bitte gehen sie zur Wahl. Es prägt unsere Zukunft.