Der Verlauf dieser Sitzung und ihre Ergebnisse stimmen mich einmal wieder sehr nachdenklich:

Als gelernte Industriekauffrau habe ich in meinen Berufsjahren sehr oft Projektarbeit geleistet und es war mein erklärtes Ziel, in jeder einzelnen Aufgabe mit den Finanzen vorsichtig umzugehen.
Getreu dem Motto: So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig.
Wenn man sich nun erinnert, dass Herr A. Ehrenberg auch eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann machte, so ist seine heutige finanzielle Großmannssucht im Anblick leerer Stadt-Kassen nicht verständlich.

Und was macht die CDU? Auch sie ignoriert die Lehren aus der Vergangenheit wie z.B das Desaster um die 2,4 Mio Euro, die in den gegenwärtigen Marktkirchenplatz versenkt wurden. Und dies ist gleich doppelt schlimm, da wir doch mit einem CDU-Bürgermeister Mönkemeyer in der letzten Legislaturperiode der Samtgemeinde Oberharz mittels eines Arbeitskreises feststellten, wie wenig es braucht, um dem Kronenplatz ein tolles Ambiente zu verschaffen. Ideen gab es zu Hauf und auch einen Baubetriebshof, der sich endlich einmal gefordert fühlte nicht nur zu fegen und auszubessern, sondern mit Kreativität etwas Schönes auf die Beine zustellen.

Und heute? Aktuell haben wir fast kein Geld mehr und da reden diese beiden Fraktionen SPD und CDU darüber, wie man für die Umgestaltung 345.000 Euro ausgeben und locker machen will! Für alle Maßnahmen: einschl. Grün, einschl. der Aufstellung des Schwibbogen (mit örtl. Sponsoring!) neuem Wartehäuschen für Busreisende etc. sind damals ca. 75.000 Euro angesetzt worden. Dies bedeutet auf heute hochgerechnet, dass der Einsatz von ca. 100.00 Euro reicht und nicht 345 Tausend! Ergo hätte man für ggf. andere „Baustellen“ Geld in der Hinterhand. Und trotzdem würde sich wieder eine Ecke dieser Stadt positiv wandeln.

Das solches Handeln von den Fraktionsmitglieder widerspruchslos mitgetragen wird, ist ungeheuer. Warum gibt es aus der SPD-Fraktion niemals Fragen zu den ausschweifenden Reden ihres Vorsitzenden? Gut er hat ein Recht dazu, aber auch hier gilt der Satz „Fasse Dich kurz “ und sollte einem gelernten Kaufmann vertraut sein. Leider orientieren sich CDU-Mitstreiter auch in diesem Punkt an einem schlechten Beispiel.

Als ganz besonderes bitter aber finde ich in diesem Zusammenhang die Äußerungen der SPD-Dame Emmerich-Kopatsch, die sich bei Facebook über den desolaten und dreckigen Zustand ihrer Vaterstadt aufregt, meint alles besser zu wissen und über die Stadt Bad Harzburg sich so positiv äußert, dass der Eindruck entsteht, sie wolle sich dort niederlassen.
Wie bitte? Wer hat denn diese Gemeinde an den Rand des Ruins geführt? Wer hat denn vergessen, das Geldquellen u.U. auch versiegen könnten. Wie viele Jahre hat allein die SPD das Sagen gehabt? Eins darf man natürlich auch nicht vergessen: Die Menschen in dieser Stadt waren leider ebenso kurzsichtig wie unbelehrbar, denn sie wählten immer wieder diese Partei. Und schlimm ist für mich auch, dass ehemals Verantwortliche (oder Schuldige?) an dem heutigen Finanzdrama schon wieder in der Fraktion der SPD mitwirken. Für mich ist ein guter, gewesener Skispringer noch lange kein gutes, umsichtiges und gewitztes Stadtoberhaupt.

Wie also weitermachen? Salopp zitiert könnte man nun flehen „ Herr schmeiß Hirn vom Himmel“ Ob das nützt, bleibt abzuwarten. Eines aber würde schon etwas bringen. Der Wille von CDU und SPD ihre Großmannssucht auf Zeiten zu verlegen, die dies hergeben und vielleicht auch mal über den eigenen Parteitellerand hinweg mit den übrigen Fraktionen zusammen zu arbeiten, denn da gibt es eine Menge, die abrufbar ist. Und dann könnte es ja geschehen, dass man in solchen Ratssitzungen wie der gewesenen, nicht nur einer Äußerung der Bürgermeisterin aus dem Publikum applaudiert, sondern vielleicht einmal auch dem Rat.
Übrigens machte die Bürgermeisterin einen guten , kostengünstigen Vorschlag zum Kronenplatz, der in der üblichen Arroganz von SPD und CDU nur abgewatscht wurde.
Geht es noch schlimmer?

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