In der Sitzung des rates der samtgemeinde Oberharz am 05.07.2011 hat sich Frau Emmerich-Kopatsch (SPD) – wie die Goslarsche zeitung am 07. Juli berichtet – zu einem „Vergleich genäötigt“ gesehen. nach ihrer Ansicht wäre das heute als Weltkulturerbe gefeierte Oberharzer Wasserregal niemals entstanden, wenn man damals so gedacht hätte. Denn der Bau dieser Wasserwirtschaft stellte selbst einen erheblichen Eingriff ins Landschaftsbild dar (siehe Goslarsche Zeitung). Der Auftritt der Frau Emmerich-Kopatsch war die vom Problem ablenkende Antwort auf konkrete Fragen der „Kritischen Bürger für CLZ“, die auskunft verlangten über weit reichende Pläne zur Installierung von Windkraftanlagen im landschaftsgeschützten Oberharz.
Das Oberharzer Wasserregal – nunmehr Weltkulturerbe – wird allgemein als überragende Leistung der Bergleute im Oberharz angesehen. Was allerdings in dieser Würdigung unterschlagen wird: Die Teiche und Gräben sind in Schwerarbeit der Bergleute bei minimaler Entlohnung entstanden. Ausbeuter und Nutznießer der Metallvorkommen im Oberharz und der ansässigen Bevölkerung waren die Herzöge von Braunschweig und die Könige von Hannover. Für den Oberharz blieb nur zu wenig übrig, im Gegensatz zur Politik der kursächsischen Fürsten: Sie beließen den Einwohnern im Erzgenirge einen angemessenen Teil des Bergbau-Gewinns (siehe Freiberg), so dass dort Wohlstand einziehen konnte. Der Harz aber blieb bettelarm. Der Harz versorgt heute weite Teile Norddeutschlands mit Trinkwasser; der Harz ist aber weiterhin eine der ärmsten Gegenden Deutschlands. Jetzt ist die nächste Runde der Ausbeutung in Vorbereitung. Der Oberharz soll „ohne Tabu“ mit Windparks überzogen werden, um einen Beitrag zur Rettung der verfehlten Energiepolitik in der BRD zu leisten. Zu diesem Zweck werden jetzt die Parteimitglieder vor Ort aktiviert, um „ohne Tabu“ in höchster Eile die noch in der Hinterhand gehaltenen Pläne für Energie-Großanlagen in den Gemeinderäten des Oberharzes durchzusetzen. Dabei soll als erstes die Barriere des Landschaftsschutzes aufgehoben werden. Frau Emmerich-Kopatsch (SPD) gehört zu diesen Fußsoldaten zur Überrumpelung ahnungsloser Gemeinderäte.
- Wehren wir uns gegen jede erneute Ausbeutung; denn wir wissen: am Ende bleibt für den Oberharz wieder nichts übrig!
- Man merke sich „ohne Tabu“ (siehe Vorlage im Gemeinderat CLZ vom 21.06.2011); klingt es nicht wie „ohne Pardon“?
- Bürger, denkt an die Vorgeschichte von Stuttgart 21!