Was soll dieser Unsinn?

Um von den bis 2009 aufgelaufenen Schulden in Etappen befreit zu werden, muss die Samtgemeinde Clausthal-Zellerfeld nach vorliegenden Erkenntnissen ihren Haushalt durch jedwede Anstrengung zum Ausgleich bringen.
Die Verwaltung hat als Posten in diesem Konzert die Grünpflege entdeckt und vorgeschlagen, die Bäume und Grünflächen um 60% zu reduzieren. Dies würde bedeuten, dass wir uns von einer erheblichen Zahl unserer großartigen alten Bäume trennen müssten. Angeblich gibt es nämlich kein Geld mehr (in der neuen Einheitsgemeinde), um diese geliebten und geachteten Teile unserer heimischen Flora zu erhalten.

Was dann passiert, klingt in meinen Ohren wie Horror:
Die Vögel ziehen sich zurück. Die Assimilation des Kohlendioxyds und die Dämpfung des Verkehrslärms finden nicht mehr statt. Ein Status als Luftkurort, der u.a. an entspr. Messwert der Luft gebunden ist, dürfte wohl kaum noch zu halten sein. Und der Anblick unsere Häuser würde stellenweise noch erbärmlicher, denn diese schönen alten Bäume verdecken so manches, was uns selbst nicht mehr gefällt.
Ja, und dann bleiben natürlich auch die Gäste weg. Der Tourismus, diese kleine zarte Pflanze, die die mögliche Quelle einer besseren Einnahmesituation in dieser Stadt bilden könnte, dieser Tourismus wird sich gänzlich verabschieden. Das einzig Positive wäre dann, dass wir auch die Kosten für den Tourismus nicht mehr aufzuwenden brauchen. Wollen wir das, oder gibt es einen Ausweg?
In meinen Augen kann jeder Einwohner von Clausthal-Zellerfeld dagegen wirken, wenn er sich eben bei der Grünpflege entweder aktiv (Bäume gießen, Blumen setzen, Rasen schneiden, Laubharken) oder passiv durch Übernahme von Patenschaften per Euro-Spende einbringt. Hier hilft nicht der Satz, dass die allgemeinen Kosten schon hoch genug sind, sondern nur das Tun oder Lassen.

Wenn wir dann auch noch dahin kommen könnten, dass die Häufigkeit der Straßenreinigung reduzierbar würde und damit auf Sicht diese Kosten pro Grundstück gesenkt werden könnten, ja dann hätten wir es geschafft!
Bitte, lesen Sie einmal nach, wie die Stadt Langenfeld in Rheinland diesen Weg konsequent beschritt und Schuldenfrei !!! wurde. (Buch: 1, 2, 3 schuldenfrei) Es geht, manches langsam, vieles mühsam aber, es lohnt sich, anzufangen und dran zubleiben. Dann könnten auch unsere Bäume das Finanzdesaster überleben. Letztendlich hängen wir alle von der guten Qualität und der liebenswerten Landschaft unseres Oberharzes ab.
Bei Fragen zu dieser Problematik sprechen Sie uns bitte an.

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